
Ein mechanisches Stellwerk
Zur Geschichte der Stellwerkstechnik
In der Anfangszeit gab es bei der Bahn nur ortsgestellte Weichen, entweder übernahm das Zugpersonal oder ein Weichenwärter das Stellen. Mit zunehmendem Betrieb und gestiegenen Sicherheitsanforderungen wurden die Weichen immer häufiger fernbedient. Dadurch war es möglich, die Weichen und Signale zueinander in Abhängigkeit zu bringen, das bedeutet, dass die Signale nur bei richtiger Weichenlage auf Fahrt gestellt werden konnten. Ebenso konnte nun verhindert werden, dass Signale feindlicher Fahrstraßen auf Fahrt gestellt werden.
Die ersten Stellwerke übertrugen die zum Stellen notwendige Kraft, je nach Bauart, durch Stangen, Seile, Ketten oder Drähte. Die Abhängigkeiten wurden durch mechanische Verriegelungen hergestellt. Die Kraft zum Stellen musste vom Stellwerker aufgebracht werden, er hatte die Reibung der langen Übertragungswege zu überwinden und zusätzlich die Weiche oder das Signal zu bewegen. Dadurch waren die maximalen Stellentfernungen vorgegeben, größere Bahnhöfe benötigten oft mehrere mechanische Stellwerke.
Zur Beschleunigung des Betriebs und zur Rationalisierung wurde ab den 1910er Jahren zunehmend die Elektrizität zur Energieübertragung genutzt. An den Weichen und Signalen wurden statt der Drahtzüge Elektromotoren montiert. Statt der großen Hebel wurden Schalter genutzt, die Abhängigkeiten wurden aber immer noch mechanisch über Schiebestangen hergestellt. Erst später war die Relaistechnik so zuverlässig, dass man auf die Mechanik verzichten konnte. Heute werden ganze Bezirke von einer Zentrale per Computer fernbedient.
Ein elektromechanisches Stellwerk der Bauart E43

E43 Stellpult in 1:45
Eine Bauart von elektromechanischen Stellwerken ist die Bauart E43, die bei der DB am weitesten verbreitet war.
Zur Nachbildung einer Stellwerksinnenanlage ist bei Fasterpoly ein Bausatz eines E43-Stellpults mit Leuchtmelderüberwachung und acht Hebeln erhältlich.
Der vierteilige Bausatz kann auch so aufgebaut werden, dass die Leuchtmelder mit einer LED von innen beleuchtet werden können. So ergibt sich auch bei Nachtbetrieb ein schönes Bild.
Zum Weiterlesen:
www.stellwerke.de